Advektion

 

 

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Advektion

Advektion (lat. advectio = Heranführung) bezeichnet in der Meteorologie das horizontale Heranführen  von Luftmassen. Im Gegensatz dazu steht die Konvektion, die den vertikalen Luftmassenaustausch beschreibt.

Durch Zirkulation in der Atmosphäre, d.h. Luftbewegung (Wind) wird Wärmeenergie (in Warm- oder Kaltluftmassen), aber auch Wasserdampf, Aerosole u.a. transportiert. Als Advektion wird sowohl der großräumige Prozeß der Zufuhr einer Luftmasse bezeichnet als auch der mikroskalige Prozeß etwa des Einbruchs von lokaler Kaltluft. Unter Advektion versteht man also die Zufuhr von trockenerer oder feuchterer Luft oder von wärmeren bzw. kühleren Luftmassen. Sie ist wichtig für großräumige Wettervorgänge. Die im Rahmen der atmosphärischen Zirkulation erfolgende Advektion verursacht im allgemeinen längere Wärme- und Kälteperioden im Witterungsgeschehen.

Beim Heranführen von Luftmassen ändert sich infolge ihrer unterschiedlichen Temperatur und Dichte der Bodendruck: Er steigt bei Kaltluftadvektion an und fällt bei Warmluftadvektion. Eine großräumige Warmluftadvektion ist auch an der Drehung des Windes mit der Höhe nach rechts zu erkennen, während bei einer Kaltluftadvektion der Wind mit der Höhe nach links dreht. Das Beispiel in der Grafik rechts oben zeigt eine Kaltluftadvektion: Der Wind führt kalte Luft in Richtung der dort lagernden Warmluft (s. auch Abbildung rechts unten).

Bei der horizontalen Wärmeadvektion unterscheidet man abhängig von Strömungsrichtung und horizontalem Temperaturgradienten zwischen Warmluft- und Kaltluftadvektion. Advektion geschieht dann, wenn der Wind mindestens teilweise in Richtung des Temperaturgradienten weist. Die Grafik rechts unten zeigt eine Warmluftadvektion: Der Wind transportiert warme Luft von Südwest in Richtung Nordost, da er nicht senkrecht zum Nord-Süd verlaufenden Temperaturgradienten weht, also teilweise die Richtung des Gradienten hat (vgl. Baroklinität).

Kaltluftadvektion

 

 

 

 

 

Advektion

 

 

Advektionswetterlage (advektive Wetterlage)

Eine Advektionswetterlage ist eine Wetterlage, bei der großräumige horizontale Luftbewegungen vorherrschen, die einen Austausch von warmen und kalten, feuchten und trockenen Luftmassen zwischen den verschiedenen Zonen der Erde bewirken können.

Advektionsnebel

Advektionsnebel entsteht, wenn warme, feuchte Luft horizontal über eine kühle Oberfläche oder Luftschicht gleitet, wie Öl auf Wasser. Eine Inversion entsteht. Im Grenzbereich kühlt sich die untere, aufliegende Luftschicht bis zum Taupunkt ab, so daß die Luftfeuchtigkeit kondensiert. Es bildet sich eine scheinbar am Boden liegende Wolke, Nebel. Die weiteren Einzelheiten zum Nebel und seiner Entstehung werden im Kapitel Nebel abgehandelt.

 

Nebelentstehung Strahluns- und Advektionsnebel

 

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