Stratus

 

 

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Stratus

Bodennebel und Stratusdecke

Stratus (Abk.: St) ist eine niedere Schichtwolke, die auch als Hochnebel (nicht Bodennebel) bezeichnet wird und die bei entsprechender Wetterlage fast bis zur Erdoberfläche reichen kann.

Schichtwolken oder stratiforme Wolken sind Wolken, die in einer stabilen Schichtung der Erdatmosphäre auftreten. Stratus zählt zu den tiefsten Wolken. Kennzeichnend ist sein ausgedehntes Erscheinungsbild und seine eintönige und völlig strukturlose Farbgebung ohne größere Konturen oder wesentliche Helligkeitsunterschiede. Der Himmel wirkt meist einheitlich grau. Da diese Wolke fast ausschließlich aus Wassertröpfchen besteht, ist die Sonne manchmal noch als klare Scheibe zu erkennen. Aus Stratus fällt gelegentlich Niederschlag in Form von Sprühregen, Eisprismen oder Schneegriesel, jedoch keine starken Niederschläge, dazu ist seine Mächtigkeit zu gering. Stratus zeigt in der Regel eine eher ruhige Wetterlage an. Er tritt meist bei winterlichen Hochdrucklagen in Form von Hochnebel auf. Die Wolkenuntergrenze liegt dann häufig so tief, daß bereits Kirchturmspitzen oder höhere Gebäude darin verschwinden. Bei sehr niedrigen Temperaturen können manchmal Halos auftreten. Stratus hat eine deutlichere und konturlosere Unterseite als der Nimbostratus und tritt eigentlich nur bei Windstille oder schwachem Wind auf.

Stratuswolken entstehen, wenn die unteren Schichten der Atmosphäre feucht und kalt sind, wie z.B. durch die nächtliche Abkühlung, durch Zufuhr feuchter Luft oder durch Verdunstung nach starkem Regen. Stratus kann auch aus Nebel entstehen, wenn sich der Boden nach Sonnenaufgang erwärmt. Dünner Hochnebel löst sich oft bei Tagesanbruch oder im Laufe des Tages auf, bei Hochdruckwetterlage und Inversionswetterlage im Winter kann er jedoch auch über mehrere Tage bestehen bleiben.

Eine wichtige Entstehungsform von Schichtwolken ist das großräumige Aufsteigen von Luftmassen, wie es besonders an Fronten durch Hebung stattfindet. Klassischer Fall dazu ist die Warmfront. Dabei gleitet die wärmere und leichtere Luft wie an einer schiefen Ebene auf die vor ihr liegende schwerere Kaltluft auf. Durch das Aufsteigen kühlt sich die wärmere und feuchtere Luftmasse großflächig ab, so daß der Wasserdampf zu kondensieren beginnt. Die Schichtwolken entsteht.

Grundlegende Ausführungen zu Wolken und ihrer Entstehung stehen im Kapitel Wolken.

 

Unterscheidung von anderen Wolkenarten

Von Cirrostratus unterscheidet sich eine dünne Stratus-Schicht vor allem dadurch, daß ein gewöhnlicher Stratus nicht so leuchtend weiß erscheint, ausgenommen bei Blickrichtung gegen die Sonne. Bei Stratusbewölkung kann außerdem gelegentlich Korona-Bildung beobachtet werden.

Stratus unterscheidet sich von Altostratus auch gerade dadurch, daß er die Umrisse der Sonne nicht verwischt (keine Mattglaswirkung).

Von Stratocumulus unterscheidet sich Stratus insbesondere durch die fehlenden Anzeichen für zusammengewachsene oder isolierte Wolkenteile.

Zerfetzter Stratus erscheint anders als zerfetzter Cumulus nicht so weiß und ist auch weniger mächtig.

Eine dicke Stratus-Schicht unterscheidet sich von Nimbostratus im allgemeinen dadurch, daß Stratus eine deutlicher ausgeprägte und einförmigere Unterseite hat als Nimbostratus. Stratus erscheint gegenüber dem niederschlagsträchtigen Nimbostratus auch "trockener". Eine relativ dünne Stratus-Schicht läßt die Umrisse von Sonne und Mond zumeist noch deutlich erkennen, während Nimbostratus diese vollständig verdeckt. Stratus bringt wegen seiner nur geringen Mächtigkeit nur schwachen Niederschlag in Form von Sprühregen, Schnee oder Schneegriesel zustande, während Nimbostratus fast stets andauernden Regen, Schnee, Eiskörner oder Frostgraupeln erzeugt. Aber auch das kann täuschen, wenn nämlich Niederschlag aus einer höher gelegenen Wolke durch eine Stratus-Schicht hindurchfällt. Dann kann eine einförmige Stratus-Schicht dem Nimbostratus sehr ähnlich sehen. Stratus tritt eher bei Windstille oder schwachem Wind als bei starkem Wind auf, während Nimbostratus häufig mit mäßigem bis starkem Wind einhergeht. Nimbostratus folgt fast stets auf andere Wolken (gewöhnlich des mittleren Stockwerks) oder entwickelt sich aus vorher vorhandener Bewölkung, insbesondere bei Aufzug einer Warmfront. Dagegen müssen vor dem Erscheinen einer dickeren Stratus-Schicht keinewegs andere Wolken im mittleren und niederen Stockwerk vorhanden gewesen sein.

Mix aus Cirrus und Cirrostratus

 

 

 

 

 

Nimbostratus mit Virga

 

Bedeutung für die Wettervorhersage

Obwohl Stratuswolken durch ihre Eintönigkeit ein eher tristes Aussehen haben, sind sie meist mit einer beständigen Hochdrucklage verbunden. Häufig ist es bei solchen winterlichen Wetterlagen durch eine Inversion am Boden kalt, so daß sich in den tieferen Lagen diese hochnebelartige Bewölkung hält, während in den höheren Lagen der Alpen und oft auch schon in den Hochlagen der Mittelgebirge klarer blauer Himmel mit Sonnenschein und ausgezeichneter Fernsicht bei milden Temperaturen herrscht. Das Flachland kann so tagelang unter dieser dichten Wolkendecke liegen, bis es zu einer Umstellung der Großwetterlage kommt, welche die lagernde Kaltluft ausräumt.

 

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