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Hier erfahren Sie etwas über

Fehlanzeigen des Höhenmessers

Einzelheiten zur Funktion des Höhenmessers stehen im Kapitel Höhenmesser.

Der Höhenmesser ist entsprechend der ICAO-Standardatmosphäre geeicht, d.h. er zeigt die Höhe an, die diesem Luftdruck in der Standardatmosphäre zugeordnet ist. Die Anzeige ist also nur dann richtig, wenn die Atmosphäre, in der das Flugzeug fliegt, der Standardatmosphäre entspricht. Das aber ist häufig nicht der Fall. Der Zusammenhang zwischen Höhe und Druck, den der barometrische Höhenmesser zur Anzeige nutzt, wird nämlich durch Hoch- und Tiefdruckgebiete und durch die Lufttemperatur beeinflußt. Bei der Höhenmessung mit einem barometrischen Höhenmesser muß man sich daher stets darüber im klaren sein, daß die angezeigte Höhe nur dann genau ist, wenn aktuell die Bedingungen der Standardatmosphäre erfüllt sind. In der Praxis weicht aber die reale Atmosphäre mehr oder weniger stark von diesem Standard ab. Des weiteren muß man immer bedenken, daß beim Flug mit konstanter Höhenanzeige in Wirklichkeit nur der Druck konstant ist. Ist nämlich die Druckfläche, auf der geflogen wird, geneigt, dann gewinnt das Flugzeug an Höhe, wenn die Druckfläche ansteigt bzw. es verliert an Höhe, wenn die Druckfläche abfällt. Aufgrund der Kalibrierung des Höhenmessers anhand der Bedingungen der Standardatmosphäre führt daher zwangsweise jede Abweichung von diesen Bedingungen zu Fehlanzeigen.

Druckgefälle der 500 hPa-Druckfläche

Wie schon im Kapitel "Luftdichte" erwähnt, dehnt sich warme Luft aus, kalte zieht sich zusammen. In einer warmen Luftmasse liegt folglich z.B. auch die 500 hPa-Druckfläche, d.h. die Hohe in der ein Luftdruck von 500 hPa herrscht, in einer größeren Höhe als die normalen 5.600 m. Mit Abkühlung der Luftmasse oder bei Annäherung an tieferen Druck sinkt die 500 ha-Druckfläche nach unten, übrigens wie jede andere Druckfläche auch, und fällt unter Umständen sogar unter die normale Höhe von 5.600 m.
Dies zeigt das Schaubild rechts.

Weitere Informationen dazu stehen im Kapitel "Druckflächen".

Mit Hilfe des barometrischen Höhenmessers in unseren Flugzeugen wird nach Druckflächen geflogen, nämlich gemäß der Druckhöhe oder Druckfläche, deren Wert im Kollsman-Fenster eingestellt ist. Das ist der Grund, warum bei Start und Landung sowie unterhalb einer bestimmten Bezugsflughöhe die Nebenskala des Höhenmessers auf das aktuelle QNH eingestellt wird.

Luftdruck und Höhe

Sinkt der Luftdruck am Boden, zeigt der Höhenmesser zu hoch an, steigt der Luftdruck am Boden, zeigt der Höhenmesser zu tief an. Bei einem Flug vom Hoch zum Tief ist deshalb besondere Vorsicht angebracht, da die am Höhenmesser angezeigte Höhe größer ist, als die wirkliche! Wird nun aber die Einstellung des Höhenmesser auf dem Flugweg den geänderten Druckverhältnissen nicht angepasst, wird das Flugzeug mit der absinkenden Druckfläche ebenfalls Höhe verlieren. Deshalb ist es notwendig, den Höhenmesser stets auf das QNH der nächstgelegenen Fugverkehrskontrollstelle einzustellen.

Das ist der Hintergrund für die alte Fliegerweisheit:
"Vom Hoch ins Tief geht schief."

Kennt man die Differenz zwischen Standarddruck und tatsächlich gemessenem Luftdruck, läßt sich der Fehler auf einfache Weise mit Hilfe der barometrischen Höhenstufe abschätzen.  

Effekt eines nicht standardgemäßen Temperaturverlaufs

Da in die barometrische Höhenbestimmung auch die Mitteltemperatur der Luftschicht eingeht und dafür ebenfalls die Werte der ICAO-Standardatmosphäre verwendet werden, kann temperaturbedingt ein weiterer Fehler bei der Höhenbestimmung auftreten. Ist die aktuelle Temperatur tiefer als die der Standardatmosphäre, fliegt das Luftfahrzeug tiefer als der Höhenmesser anzeigt, ist sie höher, zeigt der Höhenmesser eine zu tiefe Flughöhe an.

Temperatur und Höhe

 

Ist es wärmer zeigt der Höhenmesser weniger an. Ist es kälter, mehr. Eine alte Fliegerregel faßt das Problem in folgender Merkregel zusammen:

"Von Warm nach Kalt wird man nicht alt"
oder auch
"Im Winter sind die Berge höher."

Für Abweichungen vom Temperaturverlauf der Standardatmosphäre beträgt die Fehlanzeige etwa 2 % pro 5 °C Temperaturabweichung.

 

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