Gewitter

 

 

GewitterVereisungScherwindTurbulenzLeewellenFehlanzeigenSicht
Home 
Flugsport 
Jura 
Feinstaub 
ber mich 
Impressum 
Datenschutz 
Sitemap 

 

Hier erfahren Sie etwas ber

 

Gewitterwolke

Gewitter

Ein Gewitter ist eine meteorologische Erscheinung, die mit elektrischen Entladungen und davon verursachten Schallereignissen, eben mit Blitz, Donner und meist auch Niederschlag einhergeht. Kennzeichen von Gewittern sind Wolken mit einer groen vertikalen Ausdehnung (Cumulonimbus). Gewitter treten vor allem im Sommer auf. Aber auch im Winter sind Gewitter nichts Ungewhnliches. Je nach Intensitt knnen Gewitter mit krftigen wolkenbruchartigen Schauern in Form von Regen, Starkregen, Graupel, Hagel (im Winter auch Schnee) und heftigen Ben verbunden sein. Vor einer Gewitterfront wehen oft bige Winde bis zu Sturmstrke. Durch aufsteigende feuchtwarme Luftmassen baut sich eine groe Gewitterwolke bis in der hhere und kltere Atmosphrenschichten auf. Eine eher seltenere Begleiterscheinung sind sog. Downbursts.

Gewitter sind in ihren Erscheinungsformen ebenso vielfltig wie sonstige Gebilde der Natur. Obwohl kein Gewitter dem anderen gleicht, lassen sich gleichwohl gemeinsame Merkmale finden, was eine Einteilung in 3 Gewittergrundformen ermglicht. Es sind dies Einzel- und Multizellen sowie Superzellen, wobei sich letztere vor allem durch ihre Strke von den beiden anderen unterscheidet.

Fr die Entstehung von Gewittern mssen 3 Grundvoraussetzungen vorhanden sein:

Was ist Feuchte?
Feuchte bedeutet , da die Luft einen hohen Wasserdampfgehalt aufweist.
Alles Wissenswerte dazu steht im Kapitel Luftfeuchte.

Was ist Labilitt? 
Labilitt bedeutet , dass die Troposphre unten warm und oben kalt ist und die Luftpakete aufsteigen.
Alles Wissenswerte dazu steht im Kapitel Adiabsie.

Was bedeutet Hebung?
Fr die Hebung der feuchten bodennahen Luftschicht gibt es verschiedene Ursachen. Oft wird sie durch unterschiedlich erhitzte Luftmassen erwirkt, die sich aufgrund variierender Wind- und Luftdruckverhltnisse sowie Luftschichtungen bilden. Hebung heit, da die feuchte bodennahe Luftschicht sich erwrmt und aufgrund der gegebenen Labilitt der Luftschichtung aufsteigen kann, so da der Wasserdampf auskondensiert und so den Aufstiegsproze zustzlich antreibt. Die Hebung kann auch mechanischer, d.h. orographischer Natur sein.

Alles Wissenswerte dazu steht im Kapitel Hebung.

Wegen der vielen verschiedenen Bedingungen fr eine Gewitterbildung und deren gegenseitiger Beeinflussung ist eine rtlich genaue Gewittervorhersage entsprechend schwierig.

 

Entstehung einer Gewitterzelle

Am Anfang jeder Gewitterentwicklung steht regelm癌ig ein "schlotartiger" Aufwind, eine enge, vom Boden bis zumeist etliche Kilometer in die Hhe reichende Luftsule, in der feucht-warme Luft mit hoher Geschwindigkeit von teilweise ber 100 km/h nach oben steigt. Infolge der Kondensation des in der Luft enthaltenen Wasserdampfes wird der Aufwind schlielich als mchtige Quellwolke sichtbar. Damit ist der Grundbaustein eines Gewitters, eine "Zelle" entstanden. Im komplexen Zusammenwirken verschiedener atmosphrischer Parameter (wie z.B. Temperatur, Feuchte und Wind) entscheidet sich dann, zu welcher Grundform das Gewitter gehren wird.

Durch die initiale Hebung khlt die feuchte Luft soweit ab, bis sie den Taupunkt erreicht hat. An dieser Stelle, dem Kondensationsniveau, kondensiert die feuchte Luft und es bildet sich die sichtbare Wolke - zunchst als kleine Quellwolke. Der Kondensationsproze setzt Energie frei, die als Kondensationswrme die Luftmasse weiter erwrmt und ausdehnt und damit in die Hhe treibt. Dadurch wird der anfngliche Hebungsimpuls wesentlich verstrkt. Soweit ausreichend feuchte Luft nachstrmen kann, wird sich dieser Effekt wie in einem Kamin weiter entwickeln und ggf. noch verstrken. Betrachtet man ein imaginres Luftpaket, wird es solange aufsteigen, wie es wrmer ist als seine Umgebung. Sptestens am bergang zwischen Troposphre und Stratosphre, der Tropopause, wird der Aufstieg des Luftpakets beendet, da hier wieder ein Temperaturanstieg einsetzt. Die Tropopause liegt in Mitteleuropa im Winter etwa auf einer Hhe von 8 km und im Sommer auf etwa 12 km Hhe. Durch weiter in der Wolke nachstrmende Luft wird die oberste Schicht an der Tropopause auseinander getrieben und die typische Form der Gewitterwolke (Ambo) bildet sich aus.

Diese grundlegenden Vorgnge der Wolkenbildung sind in den Kapiteln Wolken und Niederschlag nher dargestellt.

Cumulonimbus

Eine wesentliche Voraussetzung fr die Entstehung eines Gewitters ist eine potentiell labile Schichtung der Luft, so da vertikale Umlagerungen begnstigt werden. Umso gr秤er die Labilitt, desto gr秤er ist auch das Gewitterpotential. Erforderlich ist also eine hinreichend groe vertikale Temperaturabnahme in der Troposphre, d.h. die Temperatur mu mit zunehmender Hhe so stark abnehmen, da ein Luftpaket durch Kondensation instabil wird und aufsteigt (potentiell labile Schichtung). Dafr mu die Temperatur in der freien Atmosphre um mehr als 0,65 캜 pro 100 m Hhe abnehmen. Durch Hebung khlt ein feuchtes Luftpaket zunchst trockenadiabatisch (1,0 캜/100 m) ab, bis seine Temperatur den Taupunkt erreicht. Ab dieser Temperatur beginnt der im Luftpaket enthaltene Wasserdampf zu kondensieren und es bildet sich eine sichtbare Quellwolke.

Den entscheidenden Antrieb fr die Entstehung eines Gewitters liefert also die Kondensationswrme. Sie wird freigesetzt, wenn der gasfrmige Wasserdampf der aufsteigenden Luft sich durch die Abkhlung wieder zu kleinen Wassertrpfchen kondensiert. Es ist genau die gleiche Wrmemenge, die vorher ntig war, um das Wasser verdunsten zu lassen. Dieser Proze ist im Kapitel Luftfeuchte nher dargestellt.

Diese Kondensationswrme facht das Aufsteigen der Luft zustzlich an, weil warme Luft leichter ist als kalte. Beim Kondensationsvorgang wird die im Wasserdampf gespeicherte Energie (latente Wrme) in Form von Wrme freigesetzt, wodurch die Temperatur des aufsteigenden Luftpakets zunimmt und infolgedessen sich nicht mehr mit 1 캜/ 100 m, sondern mit nur noch 0,65 캜/100 m (feuchtadiabatischer Aufstieg) abkhlt. Durch die freiwerdende Kondensationswrme khlt es beim Aufstieg weniger schnell ab als die umgebende Luft und erhlt dadurch zustzlichen Auftrieb. Es ist somit stets wrmer und damit aufgrund seiner geringeren Dichte stets leichter als die Umgebungsluft und steigt folglich weiter auf.

Aus diesem Grund ist fr die Entstehung eines Gewitters eine ausreichende Luftfeuchte in der bodennahen Luftschicht notwendig, die ber die im Wasserdampf enthaltene latente Wrme die Energie fr die Feuchtekonvektion liefert und so die Gewitterbildung berhaupt erst ermglicht. Latente Wrme ist die im Wasserdampf enthaltene Energie, die bei der Kondensation in Form von Wrme wieder freigesetzt wird.

Liegt eine sog. beding labile Schichtung der Atmosphre vor, so steigt das Luftpaket bis in eine Hhe auf, wo die Temperaturdifferenz pro Hheneinheit (Temperaturgradient) wieder abnimmt. Dadurch verringert sich der Temperatur- und Dichteunterschied im Vergleich zur Umgebungsluft wieder. Ist die Dichte des Luftpakets schlielich gleich der Dichte der Umgebungsluft, verschwindet die Auftriebskraft und die aufsteigende Luft wird gebremst. Dieses Niveau wird Gleichgewichtsniveau (Equilibrium Level) genannt. Meistens befindet es sich in der Nhe der Tropopause. Diese liegt in Mitteleuropa zwischen 8 km Hhe im Winter und ca. 12 km Hhe im Sommer. In den Tropen liegt die Tropopause auf ca. 16 km Hhe. Deswegen werden die Gewitterwolken in den Tropen wesentlich mchtiger als in unseren Breiten.

Die Bewegungsenergie, die ein Luftpaket bei seinem Aufstieg hat, wird auch als Labilittsenergie bezeichnet. Je gr秤er die Labilittsenergie, desto hher ist die maximale Aufwindgeschwindigkeit in der Gewitterwolke, die bis zu 20 m/s und mehr betragen kann. Die Intensitt von Gewittern hngt eng mit der vorhandenen Labilittsenergie zusammen. Aufgrund ihrer (Massen-)Trgheit knnen die Luftpakete hnlich einem Springbrunnen sogar ber das Gleichgewichtsniveau hinausschieen (konvektives berschieen), und zwar umso hher, je gr秤er die Labilittsenergie und damit die Geschwindigkeit des Aufwindes ist. Solche overshooting tops knnen Hhen von ber 20 km erreichen.

Die eingangs erwhnte potentielle Labilitt bedeutet dabei, da die labile Schichtung der Atmosphre allein nicht ausreicht, um ein Gewitter auszulsen. Vielmehr sind hierfr zustzliche Antriebe notwendig. Es gibt verschiedene Auslsefaktoren. Thermischer Auslser ist die Sonneneinstrahlung, die hauptschtlich im Sommer den Boden und die darber lagende Luft erwrmt oder im Herbst und Winter eine relativ warme Wasseroberflche als gespeicherte Sonnenenergie. Beides sorgt dann fr die notwendige Hebung des Luftpakets. Entscheidend ist also entweder eine ausreichend hohe Temperatur am Boden, die sogenannte Auslsetemperatur oder, wenn diese nicht erreicht wird, eine erzwungene Hebung bodennaher Luftpakete. Letztere erfolgt z.B. durch das berstrmen von Gebirgszgen oder auch auf der Vorderseite einer Kaltfront. Eine weitere sehr effektive Mglichkeit fr anfngliche Hebung stellt die starke Erwrmung der hangnahen Luft an sonnenbeschienenen Berghngen dar, die in Form des Hangaufwinds oder des Talwindes beschleunigt aufsteigt und dann Gewitter auslsen kann.

Gewitterhufigkeit in deutschland

Andere Auslser fr Gewitter knnen aber die Hebung an Gebirgen oder die dynamische Hebung sein. Wirken diese Auslsefaktoren gemeinsam, kann eine anfangs noch harmlos erscheinende Haufenwolke recht schnell zu einer mchtigen Gewitterwolke, einem Cumulonimbus (Cb) anwachsen, so da mit u.U. schwerem Gewitter zu rechnen ist.

Die Zahl der Gewitter ist von der geografischen Breite und der orografischen Beschaffenheit der Erdoberflche abhngig. Grundstzlich nimmt sie von den Tropen zu den hheren Breiten hin ab. In 훢uatornhe werden ca. 100 - 160 Gewittertage im Jahr registriert. In unseren mittleren Breiten ist mit durchschnittlich 15 - 60 Gewittertagen zu rechnen. In den Polargebieten sind Gewitter dagegen fast unbekannt. In Deutschland werden im Jahresmittel 15 Gewittertage gezhlt, bevorzugt in Voralpennhe, im Rheinland und im Thringer Wald. Die meisten Gewitter ein Drittel gibt es in Deutschland im Juli.

 

Entwicklung vom Cumulus zum Cumulonimbus

Cumulus humilis (Schnwetterwolken)

Cumulus mediocris

Cumulus congestus

Cumulonimbus

 

Lebenszyklus einer Gewitterzelle

Die Gewitterzelle durchluft drei Stadien:

Wachstumsstadium: In dieser Phase existiert nur Aufwind. Dieser wird durch die Freisetzung von Labilittsenergie erzeugt. Der Aufwind nimmt von unten nach oben hin zu und von innen nach auen ab. Zuerst bildet sich aus einer Cumuluswolke ein Cumulus congestus. Wenn die Wolke in den oberen Teilen vereist, entsteht ein Cumulonimbus, die eigentliche Gewitterwolke. Noch sind keine Abwinde vorhanden und es fllt kein Niederschlag aus der Wolke. Dieses Stadium dauert etwa 15 bis 20 Minuten.

Reifestadium: Im Reifestadium wird die Entwicklung der Zelle durch Niederschlagsbildung bestimmt. Zunchst werden die Niederschlagsteilchen wie Regen, Schnee, Graupel und Hagel noch vom Aufwind getragen. Der Aufwind kann Geschwindigkeiten von 6.000 ft/min und mehr erreichen. Mit zunehmender Gr秤e und wachsendem Gewicht beginnen sie gegen den Aufwind zu fallen. Aufgrund schwacher Windscherung knnen sich anfangs Auf- und Abwind nicht voneinander trennen. Der Niederschlag fllt daher auch in den Aufwind zurck, bremst diesen durch Reibung ab und verwandeln ihn schlielich in einen Fallwind, der kalte Luft aus der Hhe mit nach unten befrdert. Dabei schmelzen die Eispartikel und khlen den Abwind zustzlich, der dadurch dichter und schwerer und so zustzlich nach unter beschleunigt wird. Der Abwind kann Fallwerte von mehr als 2.000 ft/min erreichen. Durch das unmittelbare Nebeneinander von Auf- und Abwinden herrscht im Cb gr秤te Turbulenz.

Entwicklungsphasen eines Cb
Gewitter (Schnitt)

In dieser Phase existieren im Cb daher sowohl Aufwinde als auch Abwinde. Zugleich werden die Tropfen oder Eiskrner wieder nach oben transportiert, wo sie erneut vereisen bzw. weiteres Eis ansetzen.

Am Boden setzt Niederschlag in Form von Regen, Graupel oder sogar Hagel ein. Meistens ist die Niederschlagsintensitt zu Beginn der Reifephase am hchsten. Auch fast alle Blitze treten whrend dieser Phase auf. Zusammen mit dem starken Niederschlag entsteht im Inneren der Zelle ein Kaltluftausbruch, der sich in Bodennhe seitlich ausbreitet. So entstehen die bekannten Gewitter-Sturm-Ben am Boden (Benwalze). Unter der Gewitterzelle erzeugt der Fallwind einen krassen Temperatursturz mit schnellem Druckanstieg. Mit dem Ausfall des Niederschlages und dem zunehmenden kalten Fallwind schneidet sich die Gewitterzelle die weitere Zufuhr neuer Energie in Form von Wrme vom Boden selbst ab und die Zelle beginnt abzusterben. Die mittlere Dauer des Reifestadiums betrgt etwa 15 bis 30 Minuten.

Auflsungsstadium: Im Auflsungsstadium der Gewitterzelle ist jede Aufwindbewegung abgestorben und es existiert nur noch Abwind. Der restliche Niederschlag fllt allmhlich zu Boden. Die Zelle regnet aus und die Cumulonimbuswolke lst sich alsbald auf. Der vereiste Wolkenschirm (Cirrus oder Cirrostratus cumulonimbogenitus) kann dagegen noch lngere Zeit bestehen bleiben. Die Dauer dieses Stadiums betrgt etwa 30 Minuten. Gewitter sind recht kurz, weil sich die khle Luft des Abwindes unter den Aufwind schiebt und so die Zufuhr von warmer, feuchter Luft beendet.

Das mu aber nicht das Ende jeder Gewitterttigkeit sein. Vielmehr knnen sich in der Umgebung absterbender Zellen auch wieder neue Gewitterzellen entwickeln. Dabei spielt der aus einer absterbenden Zelle ausflieende Fallwind die entscheidende Rolle. Er kann nmlich den Ansto fr die Bildung von neuen Gewitterzellen geben, indem der am Boden lagernde warme Luft zum Aufstieg veranlat. Vorzugsweise wird das in Zugrichtung des Gewitters geschehen, die durch das Vorauseilen des Gewitterschirms (Ambo) angezeigt wird. Die Ausbildung neuer Gewitterzellen kann durch Gelndeeinflsse gefrdert oder verhindert werden. Im ersten Fall bleibt das Gewitter "hngen", d.h. es bilden sich im nheren Umkreis stetig neue Gewitterzellen bis es schlielich an Aktivitt verliert und spter erlischt. Diese "Gewitterfortpflanzung" fhrt bei geeigneten Bedingungen auch zum Multizellengewitter.

 

Niederschlagsbildung und Hagel

Die Grundzge der Niederschlagsbildung werden im Kapitel Niederschlag dargestellt.

In der Gewitterwolke herrschen u.U. so starke Aufwinde, da Regentropfen nicht mehr nach unten aus der Wolke heraus fallen, sondern in der Schwebe bleiben oder sogar nach oben in kltere Regionen getragen werden. Dort gefrieren sie, wobei sich ggf. neues Eis anlagert. Dieser Vorgang wiederholt sich so oft, bis die Eiskrner derart schwer geworden sind, da sie von den Aufwinden in der Cb-Wolke nicht mehr gehalten werden knnen. Dann fallen entweder sehr dicke, kalte Regentropfen, Graupel oder sogar Hagelkrner aus der Gewitterwolke auf die Erde. Je strker die Aufwinde in der Gewitterwolke sind, desto gr秤er knnen die Hagelkrner werden. Bei sehr grotropfigem konvektivem Niederschlag (Platzregen) handelt es sich in der warmen Jahreszeit oder in den Tropen meistens um aufgeschmolzene Hagelkrner. Ein eher heller, weilicher Niederschlagsvorhang deutet auf Hagel hin, bei eher grulichem Aussehen wird es sich um Regen handeln.

Gewitterzellen erzeugen im frhen Stadium einen niederschlagsfreien Bereich, wie die Abbildung rechts oben zeigt. Dabei ist das Niveau der Wolkenuntergrenze deutlich nach oben angehoben (Kolsmann-Delle). Manchmal bilden sich hier oberhalb dieses Ausfllungsbereichs an der Auenseite der Wolke oft recht starke Aufwinde, die sich wie Hangaufwind fr den Segelflug bis in groe Hhen nutzen lassen.

Hagelsturm

In Gewitterwolken sind die Aufwinde regelm癌ig so stark, da selbst schwere Eisklumpen in der Schwebe gehalten werden knnen. Dies geschieht in einem stndigen auf und ab, wie der schalenfrmige Aufbau eines Hagelkornes zeigt. Die Hagelkrner knnen auch aus der Wolke herausgeschleudert werden, weshalb auch beim Flug auerhalb der Wolke mit Hagelschlag gerechnet werden mu.

ausrufezeichen_shadow.png

Weitere Einzelheiten zur Hagelbildung und den Gefahren fr die Luftfahrt durch Hagel stehen im Kapitel Hagel.

 

Blitz und Donner

elektrische Ladungsverteilung

Ein Blitz ist die sichtbare elektrische Entladung, die durch ein Gewitter ausgelst wird. Das passiert innerhalb der Gewitterwolke, von Wolke zu Wolke, von der Wolke zum Boden und gelegentlich auch von der Wolke zu klarer Luft. Blitze entstehen nach der bisherigen Lehrmeinung durch die hohen Vertikalwindgeschwindigkeiten innerhalb von Gewitterwolken. Eine weitere Bedingung fr die Entstehung von Blitzen sind Eiskristalle. Diese transportieren unterschiedliche elektrische Ladungen. An den Grenzflchen zwischen den Auf- und Abwinden bildet sich eine weitere Ladungstrennung. Die Eiskristalle, die sich so gebildet haben, werden durch den Aufwind strker nach oben getrieben als die noch nicht gefrohrenen Wassertrpfchen. Dadurch kommt es zu einer Ladungstrennung: Im oberen Teil der Gewitterwolke werden Partikel mit positiver Ladung, im unteren Teil Partikel mit negativer Ladung angehuft. Am Fu der Wolke findet sich nochmals ein kleines positives Ladungszentrum, das wahrscheinlich aus der positiven Koronaladung entsteht, die von Spitzen am Boden, z. B. an Pflanzen, unter der Gewitterwolke infolge des hohen elektrischen Bodenfeldes abgesprht und durch den Wind hochtransportiert wird. Aus elektrophysikalischer Sicht ist ein Gewitter also ein gigantischer elektrostatischer Generator mit Wassertrpfchen und Eispartikeln als Ladungstrger, dem Aufwind als Ladungstransportmittel und der Sonne als Energielieferant.

Nach neuesten Untersuchungen werden Blitze vor allem durch kosmische Partikelstrme ausgelst. Diese geladenen Partikel verursachen dann in der Gewitterzelle die Ladungstrennung mit positiver Ladung oben und negativem Ladungspotential unten.

Durch wetterbedingte Verlagerungen der Wolken und damit der Ladungstrger ergeben sich riesige Spannungsdifferenzen zwischen den Wolken und der Erde. Die so aufgebaute elektrischen Spannung entldt sich im Blitz, jedoch erst beim berschreiten einer bestimmten Ladungsschwelle. Blitze selbst knnen Stromstrken von bis zu 100.000 A aufweisen, whrend die Spannung zwischen den Wolken und der Erde  bis zu 30.000.000 V betragen kann. Die Blitzentladung dauert nur den Bruchteil einer Sekunde. Im sog. Blitzkanal, durch den sich die Elektronen bewegen, wird die Luft durch die hohen Stromstrken schlagartig auf ca. 40 000 캜 erhitzt, so da sie sich explosionsartig ausdehnt. Ein lauter Knall ist die Folge, den man noch in weiterer Entfernung als Donnergrollen wahrnimmt.

Mit Hilfe des Donners kann man feststellen, wie weit ein Gewitter entfernt ist. Da sich das Licht des Blitzes mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, der Donner aber nur mit Schallgeschwindigkeit von 330 m pro Sekunde, kommt der Donner umso spter an, je weiter entfernt es geblitzt hat. Deshalb kann man aus der Zeit zwischen dem Blitz und dem Donner die Entfernung zum Blitz berechnen (3 Sekunden entsprechen etwa einem Kilometer). Mit einer Stoppuhr mit man die Zeit, die zwischen Blitz und Donner vergeht. Die Sekundenzahl teilt man durch 3 und erhlt als Ergebnis die Entfernung des Gewitters in Kilometern.
Beispiel: Vergehen zwischen Blitz und Donner 6 Sekunden, war der Blitz 6 : 3 = 2 km entfernt.

Blitz und Donner wurden frher als ble Laune der Gtter interpretiert. Als Benjamin Franklin 1752 seinen Drachen in ein Gewitter lenkte, konnte er den Blitz als gewaltige elektrische Entladung erkennen. Damit hatte er zugleich den Blitzableiter erfunden - im wesentlichen so, wie er heute noch in Gebrauch ist. In den Anfangszeiten war man der Meinung, da Blitzableiter am hchsten Punkt des zu schtzenden Objektes angebracht und besonders spitz sein m廻ten. Die Form des hchsten Punktes hat jedoch keinerlei Einfluss auf die Funktion des Blitzableiters. Heute werden Blitzableiter in festgelegten Abschnitten ber den First und die Dachflchen verlegt und mit Antennenanlagen, Schornsteinen, der Wasserleitung und dem im Boden verlaufenden Fundamenterder verbunden.

Schutz gegen Blitzschlag findet man daher grundstzlich im Inneren von Unterknften, die wie ein Faradayscher Kfig wirken, um den die elektrische Strme des Blitzes herum gelenkt werden, z.B. in

  • Gebuden mit Blitzschutzanlagen,
  • Stahlskelettbauten,
  • Gebuden mit zusammenhngenden Blechwnden und -decken,
  • Fahrzeugen mit Ganzmetallkarosserie wie PKW, Eisenbahnwagen, Omnibussen, Seilbahnwagen.

Gegen Blitzschlag bieten auch Flugzeuge und Hubschrauber in Ganzmetallbauweise einen guten Schutz, wenn sie rundum abgeschlossen sind und Blitzschutzeinrichtungen besitzen, da dann die Flugzeugzelle wie ein Faradayscher Kfig wirkt. Blitzeinschlge haben daher, bis auf wenige Ausnahmeflle, regelm癌ig keine nachhaltigen Auswirkungen auf die Betriebstauglichkeit heutiger Verkehrsluftfahrzeuge. Allerdings knnen Blitze und Blitzeinschlge durch die enormen Stromstrken von 20.000 Ampre im Flugzeug jedoch elektromagnetische Felder aufbauen und nach dem Prinzip des Transformators betrchtliche Spannungen induzieren. Dieses Feld ruft selbst in weit entfernten elektrischen Leitern noch so hohe und gefhrliche Stromst秤e hervor, da angeschlossenen elektrische Gerte Schaden nehmen knnen, was zu Strungen bzw. Ausfllen von Funk- und Navigationsanlagen sowie Falschanzeigen des Magnetkompasses fhrt. Im Bereich von Gewittern ist auch stets mit starker statischer Elektrizitt zu rechnen, die sich in Strungen des Funkverkehrs und vor allem in erheblichen Fehlanzeigen der ADF-Anzeige uert. Unter Umstnden knnen Blitzeinschlge auch Materialabschmelzungen an den Einschlagstellen verursachen, was an der Auenhaut des Flugzeuges zu Verformungen fhren kann.

Aufgrund des Einsatzes moderner Verbundwerkstoffe bei Luftfahrzeugen ist der Blitzschutz, insbesondere bei Klein- und Sportluftfahrzeugen bzw. Kunststoffsegelflugzeugen, in der Regel aber nicht vorhanden, weil diese gar nicht oder nur sehr eingeschrnkt leitend sind. Diese Luftfahrzeuge besitzen daher regelm癌ig keinen Blitzschutz. Mit solchem Fluggert sollte man deshalb generell Wolken mit Gefhrdungspotential meiden. Vor allem aber sind diese Flugerte nicht fr den Flug in der Nhe von Gewittern und in den dort auftretenden heftigen Turbulenzen konstruiert. Diese knnen ohne weiteres die zulssigen Lasten berschreiten und so zum Abmontieren des Gerts fhren. Mit Klein- und Sportluftfahrzeugen sollte man deswegen Gewitter stets weitrumig umfliegen.

Zudem ist der Lichtblitz so hell, da ein Pilot bei ungeschtzten Augen derart geblendet wird, da er vorbergehend nichts mehr sehen kann. Sind die brigen Wetterbedingungen so schlecht, da der Pilot ohnehin schon Mhe hat, das Flugzeug auf Kurs zu halten, kann die vorbergehende Blindheit dazu fhren, die Kontrolle ber das Flugzeug zu verlieren. Nicht zu unterschtzen ist auch die psychologische Wirkung von Blitzen, insbesondere von Blitzeinschlag, auf Passagiere und Piloten. Angst, Schock, im schlimmsten Fall auch Panik knnen beim Piloten falsche und damit fatale Reaktionen hervorrufen.

 

Klassifikation von Gewittern

Die Bildung von hochreichender konvektiver Bewlkung und damit von Gewittern setzt neben einer entsprechend labilen Schichtung der Troposphre zur Auslsung der Feuchtekonvektion einen Hebungsantrieb voraus. Hinsichtlich der Auslsemechanismen lassen sich 2 Arten von Gewittern unterscheiden:

  • Luftmassengewitter und
  • Frontgewitter.

Luftmassengewitter

Luftmassengewitter treten, wie der Name bereits sagt, innerhalb  in einer einheitlichen feuchtwarmen Luftmasse auf, d.h. die Temperatur verndert sich in horizontaler Richtung kaum. Dagegen mu die Temperatur aber mit der Hhe hinreichend stark abnehmen und es mu zu einer ninreichend starken Erwrmung der bodennahen Luftschicht kommen (thermische Auslsung). Es werden 2 Haupttypen von Luftmassengewitter unterschieden:

  • Wrmegewitter und
  • Wintergewitter.
  • Wrmegewitter

    (auch Sommergewitter oder Konvektionsgewitter genannt) entstehen hier in Mitteleuropa praktisch nur im Sommerhalbjahr, am hufigsten im Juli und August, wenn durch die Sonneneinstrahlung der Erdboden und die darber befindliche Luftschicht aufgeheizt werden. Deswegen entstehen Wrmegewitter erst in den Nachmittagsstunden und am frhen Abend. Die starke Sonneneinstrahlung l癌t auerdem auch viel Wasser verdunsten. Die Temperatur steigt vor allem am Boden stark an, whrend sie in der Hhe nahezukonstant bleibt. Dadurch erhht sich der vertikale Temperaturgradient im Tagesverlauf. Ab einer bestimmten Temperatur (Auslsetemperatur) beginnen Warmluftblasen in die Hhe zu steigen, da sie wrmer und somit leichter sind als die Luft in ihrer Umgebung. Wenn sich auf diese Weise Luftmassen ablsen und aufsteigen, kommt es bevorzugt am Nachmittag und frhen Abend, mitunter aber auch erst nachts, zu Wrmegewittern. Wrmegewitter sind ortsgebunden und treten im Gegensatz zu Frontgewittern meist einzeln auf. Wrmegewitter sind lokal begrenzt.In den Tropen berwiegen die Wrmegewitter aufgrund der dort sehr intensiven Sonneneinstrahlung. Der Durchmesser eines Wrmegewitters kann 5 - 50 km betragen. Ein Sonderfall des Wrmegewitters ist das orographische Gewitter.

    Wintergewitter

    entstehen im Winterhalbjahr. Ihre Entstehung ist prinzipiell dieselbe wie die der Wrmegewitter. Allerdings fehlt im Winter oft eine ausreichend starke Sonneneinstrahlung. Deswegen kann ein hoher Temperaturgradient nur durch starke Abkhlung in der Hhe zustande kommen. Das geschieht durch Zufuhr von Hhenkaltluft, die meistens polaren Ursprungs ist. ber See wird die Feuchtekonvektion spontan und tageszeitunabhngig thermisch durch den starken Temperaturgradienten zwischen der relativ warmen Meeresoberflche und der darber gefhrten relativ kalten Luft ausgelst. Auf Satellitenbildern sind diese Luftmassen an der zellulren konvektiven Bewlkung deutlich zu erkennen ("Streuselkuchenbewlkung"). ber Land tritt dieser Mechanismus zurck und es ist unter Einfluss der wenn auch schwachen Einstrahlung ein Tagesgang der Konvektion zu beobachten. Wintergewitter treten am hufigsten in den Mittags- und frhen Nachmittagsstunden auf. Allerdings ist die in den unteren Schichten ber dem Meer erwrmte Luft oft recht weit ins Binnenland hinein noch gengend labil, um Konvektion auszulsen. Am heftigsten sind die Wettererscheinungen dabei in den Kstenregionen. Wintergewitter sind oft mit krftigen Graupelschauer- und Schneeschauern verbunden. Da kltere Luft jedoch weniger Wasserdampf enthlt und somit weniger energiereich ist, sind diese Gewitter meistens weniger intensiv als Wrmegewitter im Sommer.


Ein Luftmassengewitter ("Wrmegewitter") im Sommer hat typischerweise nur eine Lebensdauer zwischen 30 Minuten und ca. 1 - 2 Stunden. In dieser Zeit entwickelt sich bei geeigneten Bedingungen aus einer groen Quellwolke (Cumulus congestus) eine Gewitterwolke (Cumulonimbus) mit Blitz, Donner und Regen oder sogar Hagel, welche sich anschlieend ausgeregnet und auflst. Bei entsprechender Sicht lassen sich diese Gewitter meist weitrumig umfliegen.

Frontgewitter

Frontgewitter unterscheiden sich von Wrmegewittern durch ihre dynamische Hebung an der Grenze von zwei unterschiedlichen Luftmassen, also an einer Front und der hohen Zuggeschwindigkeit von bis zu 100 km/h. Hier sind besonders die Eigenschaften der durch die Front voneinander getrennten Luftmassen ausschlaggebend. Grundstzlich sind Frontgewitter bei allen Arten von Fronten mglich, sofern ausreichend labile Luftmassen vorhanden sind. Dabei sind Kaltfronten hinsichtlich der Auslsung von Gewittern wesentlich wetterwirksamer als Warmfronten, da vertikale Umlagerungen bzw. vertikale Winde an Warmfronten aufgrund der stabileren Luftschichtungeher unterdrckt werden. Vertikale Umlagerungen sind Kaltfronten dagegen wesenseigen, weil sich die heranstrmende dichtere und damit schwerere Kaltluft hufig wie ein Keil unter die vorgelagerte feuchte Warmluftmasse schiebt und sie damit anhebt. Schlielich bilden sich Quellwolken, die bei geeigneten Bedingungen zu Cumulonimbuswolken anwachsen knnen. Frontgewitter sind daher am hufigsten in Verbindung mit Kaltfronten zu beobachten. Ein Kaltfrontgewitter entsteht typischerweise, wenn im Sommer die Auslufer eines Tiefdruckgebietes auf schwlwarme Luftmassen treffen. Da Kaltfrontgewitter durch die Temperaturdifferenz beider Luftmassen verursacht werden, knnen sie ganzjhrig, selbst im Winter, und zu jeder Tageszeit auftreten, sind allerdings im Sommer hufiger als im Winter und fallen sommers in der Regel auch heftiger aus. Sie treten vor allem an der Vorderseite von Kaltfronten auf. Es mssen allerdings bereits vor dem Frontdurchzug die Grundbedingungen fr Gewitter erfllt sein. Die Front fungiert insoweit lediglich als Auslser. Charakteristisch sind breite Gewitterfronten und hohe Zuggeschwindigkeiten, so da ausgedehnte Gebiete von den Gewittern betroffen sind. Fr Europa sind Kaltfrontgewitter die hufigste Gewitterart.

Warmfrontgewitter sind dagegen eher selten und entstehen beim Aufgleiten warmer Luft auf vorhandene kalte Luftmassen. Voraussetzung dafr ist dann, da die Atmosphre durch den Einschub feuchtwarmer Luftmassen in den unteren Bereichen der Troposphre entsprechend labilisiert wird. In Europa entstehen Warmfrontgewitter hauptschlich im Winter, wenn solche feuchtwarme Meeresluft auf kontinentale Kaltluft trifft.

Frontgewitter knnen sich ber mehrere 100 km hinweg als fast geschlossene Formation bilden. Hinzu kommt, im Unterschied zum Wrmegewitter, da sie mit der Front mitziehen, sich also verlagern. Das ist bei entsprechender Wetterlage schon bei der Flugplanung zu bercksichtigen. Entsprechend ihrer Einbettung in das Frontgeschehen knnen Frontgewitter nicht oder nur schwer umflogen werden.

 

Prfrontale Konvergenz

Prfrontale Konvergenzen als linienhaft angeordnete Gewitter entlang von Konvergenzen bilden im Zusammenhang mit Kaltfronten eine gewisse Besonderheit. Sie sind hufig einer Kaltfront vorgelagert und treten vor allem in der warmen Jahreszeit auf. Im Bereich der Konvergenz, wo Windstrmungen aus unterschiedlichen Richtungen zusammenflieen, erfolgt noch kein Luftmassenwechsel. Die Konvergenz macht sich am Boden durch einen Windsprung bemerkbar. Auslser bzw. Hebungsmechanismus ist dabei die zusammenstrmende Luft, die entlang der Konvergenz zum Aufsteigen gezwungen wird. Im Winter sind solche Konvergenzen meistens wenig wetteraktiv, whrend im Sommer die hauptschliche Gewitterttigkeit oft an der Konvergenz und nicht an der nachfolgenden Kaltfront zu finden ist. Hinter einer Kaltfront kommt es innerhalb der Kaltluftmasse auch entlang von Troglinien zu Hebungsvorgngen, die ebenfalls Feuchtekonvektion und damit auch Gewitter auslsen knnen. Dies ist zu allen Jahreszeiten zu beobachten, besonders aber im Winter, weil dann die Dynamik von Tiefdruckgebieten am ausgeprgtesten ist.

 

Orographische Gewitter

Orographische Gewitter sind ein Sonderfall des Wrmegewitters. Hier wird feuchtlabile Luft durch ein Hindernis (Berg bzw. Gebirge), bevorzugt am bergang von Flachland zu Gebirgsmassiven, angehoben und dadurch zu der fr die Gewitterbildung erforderlichen Labilitt gebracht. berstrmt eine Luftmasse ein Gebirge, wird sie zwangslufig gehoben. Dabei khlt sie sich ab und kann auskondensieren. Bei geeigneter Wetterlage kann sich dann eine Gewitterwolke bilden. Orographische Gewitter verursachen gerade in den Staulagen der Gebirge oftmals enorme Regenmengen, da sie sich bei unvernderten Bedingungen immer wieder an derselben Stelle bilden knnen. Orografische Gewitter knnen sich das gesamte Jahr ber ausbilden.

 

Arten von Gewitterzellen

Gewitter sind in ihren Erscheinungsformen ebenso vielfltig wie sonstige Gebilde der Natur. Obwohl kein Gewitter dem anderen gleicht, lassen sich gleichwohl wiederkehrende Merkmale finden, was eine Einteilung in 3 Gewittergrundformen ermglicht. Es sind dies Einzel- und Multizellen sowie Superzellen, wobei sich letztere vor allem durch ihre Strke von den beiden anderen unterscheidet. Fr die Einordnung in eine der Grundformen sind neben der Strke vor allem die Lebensdauer und rumliche Ausdehnung bzw. die Anzahl der Gewitterzellen entscheidend.

Einzelzellengewitter

Ein Gewitter baut sich meist aus einzelnen Zellen von einigen Kilometern Durchmesser auf. Gewitter, die nur einen Aufwind, also eine Zelle, aufweisen, bevor sie wieder vollstndig zerfallen, bezeichnet man als "Einzelzellen". Ein Einzelzellengewitter besteht also nur aus einer einzelnen Gewitterzelle und ist damit die kleinste abgeschlossene Einheit, aus der ein Gewitter aufgebaut sein kann. Solche Einzelzellen entstehen bevorzugt bei Wetterlagen, die durch eine geringe Windscherung, also durch geringe 훞derungen des Windes mit der Hhe, gekennzeichnet sind. Verschiedenen Mechanismen in der Gewitterwolke sorgen dann aber dafr, da der Aufwind bereits schon bald wieder aufhrt. Die Einzelzelle durchluft deshalb die verschiedenen Entwicklungsstufen (Wachstums-, Reife- und Auflsungsstadium) relativ schnell, soda ihr gesamter Lebenszyklus lediglich zwischen 30 und einer bis zwei Stunde dauert. Die sommerlichen Wrme- oder Hitzegewitter gehren zumeist diesem Typ an, knnen aber lokal durchaus fr heftigen Starkregen, Hagel und Gewitterfallben sorgen.

Meistens verursachen Einzelzellen relativ schwache Gewitter. Der Durchmesser einer solchen Gewitterzelle kann von ca. 5 km bis zu 50 km betragen und erstreckt sich oft bis in Hhen ber 10 km, whrend die Wolkenuntergrenze meist bei 1 - 2 km, bei entsprechender Luftfeuchte aber auch bei nur wenigen hundert Fu liegt. Die Temperatur in der Gewitterzelle baut sich mit der Hhe ab: von einer Bodentemperatur von beispielsweise +25 캜 bis zu einer Temperatur an der Wolkenobergrenze um -50 캜.

Multizellengewitter

Multizellengewitter

Bei Wetterlagen mit strkerer Windscherung, nimmt also die Geschwindigkeit des Windes mit der Hhe rasch zu bei gleichzeitig geringen 훞derungen der Windrichtung (starke Geschwindigkeitsscherung, schwache Richtungsscherung), entstehen bevorzugt "Multizellen". Dabei schlieen sich mehrere einzelne Gewitterzellen zusammen und bilden so gr秤ere zusammenhngende Gruppen von Gewittern, die relativ nahe beieinander liegen und miteinander interagieren (Multizellen-Cluster). Die Einzelzellen knnen sich dabei in unterschiedlichen Entwicklungsstadien befinden und sowohl haufenfrmig als auch linienartig angeordnet sein. Im Gegensatz zu Einzelzellen weisen Multizellen eine weitaus gr秤ere horizontale Ausdehnung, typisch sind 15 bis zu 30 km, sowie eine gewisse "selbsterhaltende Neigung" auf, durch die immer wieder neue Einzelzellen entstehen. Bei Multizellengewittern verstrkt nmlich der Abwind der lteren Gewitterzelle an ihrer Flanke den Aufwind der nchsten Zelle und begnstigt so wiederholt die Neubildung weiterer Gewitterzellen. Die Einzelzellen bilden sich dabei etwa alle 5 - 10 Minuten, wobei bis zu 30 Zellen aufeinander folgen knnen. Obwohl die Lebensdauer der einzelnen Zelle innerhalb des Komplexes nicht lnger ist als die einer isolierten Einzelzelle, kann das ganze System auf diese Weise oftmals wesentlich lnger als eine Stunde existieren. Nicht selten hlt sich ein solcher "Multizellencluster" dadurch mehrere Stunden. Neben Starkregen und Hagel wartet die Multizelle aufgrund ihrer Ausdehnung und Lebensdauer auch mit einer erhhten berschwemmungsgefahr auf. Die meisten Gewitter in Deutschland treten als Multizellengewitter auf.

Bei Multizellengewittern sind die Einzelzellen typischerweise treppenfrmig angeordnet. Das Bild links zeigt eine Multizelle in den 4 verschiedenen Reifestadien. Von der einfachen Cumulus-Wolke links ber das Wachstumssstadium und das Reifestadium hin zum Auflsungsstadium rechts im Bild. Durch die fortwhrende Neubildung sind Multizellengewitter sehr langlebig. Sie knnen von etwa 2 Stunden bis ber 12 Stunden lang aktiv sein. Verbunden mit starkem Regen kann es dadurch schnell zu berflutungen kommen. Das gilt umso mehr, wenn sich das gesamte System bei geringer Zuggeschwindigkeit infolge nur schwacher Windbewegung fast nicht von der Stelle rhrt.

Multizellen-Gewitter knnen auch linienfrmig auftreten. Die Gewitterlinie kann dabei geschlossen oder auch mit kleineren Lcken versehen sein. Ein herannahendes Liniengewitter tritt als dunkles Wolkenband in Erscheinung. Von der vorrckenden Benlinie wird warme labile Luft von dem khlen Ausstrom nach oben in den Aufwindbereich gehoben. Die strkste Aufwindzone ist meist an der Vorderseite der Gewitterlinie, wobei es den heftigsten Regen und Hagel kurz hinter der Aufwindzone gibt. Schwcherer Regen, der von lteren Zellen hervorgerufen wird, geht meist breitflchig hinter der aktiven Vorderseite der Benlinie nieder.

Superzellengewitter

Superzelle

Eine "Superzelle" ist eine besonders langlebige Gewitterzelle, die mit starken Sturmben, starkem Regen und oft auch Tornados einhergeht. Zur Entstehung einer Superzelle ist eine hinreichend starke Windzunahme (Geschwindigkeitsscherung) und ebenso starke Winddrehung mit der Hhe (Richtungsscherung) notwendig. Bei Superzellen handelt es sich eigentlich um Einzelzellen, die aber einen hohen Grad an organisierter Struktur aufweisen. Sie knnen auch in einem Multizellengewitter oder einer Gewitterlinie eingebettet sein. Wesentliches Merkmal ist eine Rotation des Aufwindbereiches, die sog. Mesozyklone. Dabei fhrt die Windscherung im Zusammenspiel mit sehr warmer und feuchter, d.h. energiereicher Luft zur Ausbildung eines starken, im Wolkeninneren rotierenden Aufwindstroms, der sozusagen den Motor des Gewitters darstellt und es fortwhrend mit feucht-warmer Luft versorgt.

Komplexe atmosphrische Prozesse fhren zudem zu 2 Abwinden an der Vorder- und Rckseite des Gewitters. Durch die rumliche Trennung von Auf- und Abwinden kann die Superzelle lange wten, in Extremfllen durchaus 12 Stunden und lnger. Infolge der Interaktion zwischen diesen rotierenden Auf- und Abwinden kann sich im Einzelfall zudem ein Tornado bilden. Groe Gefahr geht darber hinaus von riesigem Hagel und extrem heftigem Starkregen aus. Deswegen sind Superzellen in ihrer mchtigsten Ausprgung die rumlich und zeitlich gr秤ten und gefhrlichsten Gewitterzellen.

Superzellen treten hufig im mittleren Westen der USA auf, wenn kalte Luft aus nrdlichen Breiten auf besonders feuchtwarme Luftmassen aus dem Golf von Mexiko trifft. Mehr als 90 % der Superzellen produzieren extreme Wettererscheinungen, wie groen Hagel, Sturm- und Orkanben oder berschwemmungen. Aber nur etwa 30% produzieren Tornados. Superzellen sind oft sehr langlebig und knnen durchaus mehrere Stunden bestehen.

Lange Zeit galten Superzellen mit seltenen Ausnahmen allein auf die USA beschrnkt, wo es mehrere tausend pro Jahr sein knnen. Mittlerweile hat sich aber gezeigt, da sie bei geeigneten Bedingungen auch bei uns in Deutschland auftreten knnen. Pro Jahr werden hier etwa 10 bis 20 Tornados gezhlt. Die gr秤te Wahrscheinlichkeit fr die Bildung von Tornados bergen die Nachmittage im Monat Juli.

Die Unterschiede einer Superzelle gegenber einer normalen Einzelzelle:

  • Eine Superzelle ist normalerweise erheblich langlebiger. Eine Dauer von mehrere Stunden ist keine Seltenheit. Ihre rumliche Ausdehnung kann betrchtlich, mu aber nicht gr秤er sein als die einer Einzel- oder Multizelle.
  • Die Zugrichtung von Superzellen schert oft nach rechts (auf der Sdhalbkugel nach links) gegenber dem steuernden Wind aus, der die Zugrichtung normaler Gewitterzellen bestimmt.
  • Es treten deutlich intensivere Wettererscheinungen und Ausprgungen der Wolke mit speziellen Wolkenformen auf. Hierzu zhlt vor allem die so genannte Wallcloud, die als Absenkung der regenfreien Wolkenbasis unter dem rotierenden Aufwind in Erscheinung tritt.
  • Die intensive Wetterttigkeit macht Superzellen zur gefhrlichsten Art von Gewitterzellen. Sie gehen oft mit Wolkenbrchen, groem Hagel von ber 4 cm Durchmesser und schweren Fallben (Downbursts) einher. Bei ca. 10 20 % aller Superzellen kommt es zur Bildung mesozyklonaler Tornados.

 

 

 

Besondere Gewittererscheinungen

Overshooting Tops

sehen aus eine Art Hgel oben auf dem Ambo der Gewitterwolke (siehe Bild "Cumulonimbus" im obigen Abschnitt "Entstehung einer Gewitterzelle"). Sie reichen manchmal bis in die Stratosphre hinein. Wie schon oben erlutert, kann die Bewegungsenergie eines in der Gewitterzelle aufsteigenden Luftpakets derart gro sein, da es aufgrund seiner (Massen-)Trgheit hnlich einem Springbrunnen sogar ber das Gleichgewichtsniveau hinausschiet (konvektives berschieen) und zwar umso hher, je gr秤er die Bewegungsenergie und damit die Geschwindigkeit des Aufwindes ist. Solche overshooting tops knnen Hhen von ber 20 km erreichen. Diese Erscheinung ist also ein Anzeichen fr sehr starke Aufwinde in der Gewitterzelle und damit fr ein sehr heftiges Gewitter.

Cumulonimbus

Wallcloud

Bei heftigen Gewittern kann sich unter der dunklen, regenfreien Basis der Zelle eine tief hngende Wolkenwand bilden. Sie wird mit dem englischen Begriff Wallcloud bezeichnet. Sie markiert den Bereich mit dem krftigsten Aufwind der Gewitterzelle. Eine Wallcloud entsteht, weil hier feuchte Luft aus dem Niederschlagsbereich in den Aufwindbereich gesaugt wird. Diese sehr feuchte Luft kondensiert beim Aufsteigen frher aus, so da das Kondensationsniveau (die Wolkenuntergrenze) lokal entsprechend niederer liegt. Oft ist die Wallcloud darum in Richtung des Niederschlagsbereiches geneigt.

Nicht selten erstreckt sich aus der Wallcloud eine sog. Tailcloud, ein schmales Wolkenband mit Zipfel zum Niederschlags- und Abwindbereich (siehe Abbildung rechts). Auch die Tailcloud zeigt somit an, da Luft aus dem Niederschlagsbereich in den Aufwind einbezogen wird. Die meisten schweren Tornados entwickeln sich an einer Wallcloud. Wallclouds bilden sich auch an Gewittern ber Deutschland. Die Wallclouds sind nicht zu verwechseln mit den sog. shelf clouds (Benwalzen).

Wallcloud

Downburst

ist eine schwere Fallbe, die bei Gewittern auftritt, und nicht mit den blichen Sturmben zu verwechseln sind. Es handelt sich um einen starken Abwind mit heftigsten Windben am Boden von weit ber 100 km/h, im Extremfall sogar ber 200 km/h. Hierfr sind zwei verschiedene Mechanismen verantwortlich, die aber auch kombiniert auftreten knnen. Im Fall der thermischen Downbursts wird der Abwind so stark beschleunigt, da die Fallbe wie ein "Sack" aus dem Niederschlagsbereich der Zelle fllt und am Boden auseinanderluft (siehe Bild rechts), wobei die Windgeschwindigkeit mit der Entfernung vom Auftreffpunkt wieder abnimmt. Ursache fr die Beschleunigung ist meist eine trockene Luftschicht im mittleren Wolkenniveau, in welcher einfallender Niederschlag verdunstet, die Luft durch Verdunstungsklte abkhlt und somit den Abwind beschleunigt. Auch schmelzender kleiner Hagel trgt zur Abkhlung bei. Der zweite Mechanismus sind dynamische Downbursts, wo durch konvektive Umlagerung ein Starkwindfeld in gr秤erer Hhe bis in Bodennhe heruntergezogen wird. Dies tritt vor allem auf der Rckseite winterlicher Sturmtiefs im Bereich einer hochreichend labil geschichteter Kaltluftmasse auf.

Downbursts sind nach der Gr秤e der von der Fallbe betroffene Flche unterteilt. Ist sie gr秤er als 4 km im Durchmesser ist, handelt es sich um einen sog. Macroburst, ist die Flche kleiner spricht man von Microburst. Meist treten Microbursts urpltzlich auf und sind schon deswegen gefhrlich fr die Luftfahrt. Downbursts stellen insgesamt eine besondere Gefahr fr den Luftverkehr dar. Das gilt besonders in der ohnehin kritischen Start- bzw. Landephase. Die Auswirkungen sind denen einer Wirbelschleppe sehr hnlich, die Ursache jedoch eine vllig andere.

Downburst

Microburst

ist ein kurzlebiger (1 - 5 Min.), heftiger, lokal begrenzter (ca. 4 km Durchmesser) und nach unten gerichteter Wind. Sie entstehen, wenn Abwinde in der Gewitterzelle durch verdunstenden Regen so stark abgekhlt werden, da sie unten aus der Wolke "herauszufallen" scheinen. Ebenso wie die Winde eines Downbursts sind Microbursts durch einen starken Kern von kalter, dichter Luft charakterisiert, der sich von der Wolkenuntergrenze zum Boden erstreckt. Unterschiedlich ist allein die Gr秤e der betroffenen Flche. Wenn er den Boden erreicht, strmt die Luft horizontal als Wirbelring (vortex ring) nach allen Seiten, besonders aber in der Zugrichtung des Gewitters. Im Wirbelring variiert die Windrichtung schnell und auf krzester Distanz um komplette 180, so da aus dem eben noch vorhandenen Auf- ein Abwind werden kann. Dies zeigt schematisch die Abbildung rechts. Am Boden wird die Luft zur Horizontalbewegung gezwungen, was die Verwirbelungen erklrt. Winde der Microbursts knnen mehr als 270 km/h erreichen, weshalb sie eine erhebliche Gefahr fr die Luftfahrt darstellen. Auerdem reduzieren die starken Abwinde und der heftige Regen im Zentrum den Auftrieb. Sie knnen ein unter einer Gewitterwolke im Landeanflug befindliches Flugzeug buchstblich zu Boden drcken. Verschlimmert wird diese Situation noch durch tiefe Wolkenuntergrenzen und schlechte Sichten.

Microburst

Benwalze

Die Benwalze (shelf cloud) ist eine walzenfrmige Wolke mit horizontal verlaufender Achse. Sie ist in Zugrichtung am vorderen unteren Rand einer ausgeprgten Cumulonimbuswolke anzutreffen, meist aber nur dann, wenn sich das Gewitter an einer Kaltfront mit einer ganzen Gewitterfront verlagert. Benwalzen sind hufig recht dunkle, teils bogenfrmige Wolken, die bedrohlich wirken. An den Rndern knnen sie ausgefranst sein.

Benwalzen oder Benkragen entstehen aus komplexen Strmungsvorgngen innerhalb von Gewitterwolken. In den unteren Schichten strmt Luft von vorne, in der Hhe dagegen von der Rckseite in die Gewitterzellen (siehe Abbildung rechts). Die unten einstrmende Luft wird in die Aufwinde der Zelle einbezogen. In diesen Aufwinden erfolgt dann Kondensation und es bildet sich Niederschlag. Diese Aufwinde sind mit zunehmender Hhe bezogen auf die Zugrichtung des Gewitters zur Rckseite hin geneigt. Der ausfallende Niederschlag fllt deswegen in die oben und von hinten in die Zelle einstrmende Luft und khlt diese ab. Dadurch wird sie noch dichter und schwerer und fllt schlielich beschleunigt "wie ein Sack" nach unten und erzeugt einen heftigen Abwind, den sog. Downdraft. Am vorderen unteren Rand der Gewitterwolke bildet sich so ein Bereich, in dem die beiden Luftstrme aufeinandertreffen. Dabei wird ein Teil des Aufwinds gewissermaen nach unten gebogenund schlielich entsteht eine Rotation um eine horizontale Achse. Da der Wasserdampf des aufwrts gerichteten Luftstroms kondensiert entsteht die walzenfrmige Wolke.

Benwalzen stellen aufgrund der Windscherungen (Richtungs- und Geschwindigkeitsnderungen) sowie der extremen Turbulenzen eine groe Gefahr fr die Luftfahrt dar.

Die Benwalzen sind nicht zu verwechseln mit den sog. Wallclouds.

Shelf cloud

Benwalze

 

Allgemeine Gefahren und Schutzmanahmen

Gewitter knnen erhebliche Gefahren in sich bergen, wie z. B. Sturmschden durch Fallben (Downbursts), berschwemmungen durch starken Regen und Schden durch Hagelschlag. Viel seltener kommt es zu Schden durch Blitze, wie etwa zu Kurzschlssen, Brnden oder gar Personenschden. Seit der Erfindung des Blitzableiters kommen aber Gebudeschden fast nicht mehr vor.

Auch der Aufenthalt im Wald whrend eines Gewitters kann lebensgefhrlich sein. Viele Blitze schlagen in Bume ein, die entweder frei stehen oder sich in ihrer Hhe von der Umgegend absetzen. Die hohe Temperatur des Blitzkanals l癌t die Feuchtigkeit im Baumstamm explosionsartig verdampfen, was den Baum buchstblich sprengt. Ob einem dabei eine Buche oder Eiche um die Ohren fliegt, ist dabei egal.

Blitzeinschlge in Gebude rufen oft groe Verwstungen hervor. Die hohe Temperatur des Blitzes kann schnell einen Brand auslsen. Aber auch das elektromagnetische Feld hat soviel Kraft, da elektrische Leiter durch Induktionen aus der Wand geschleudert werden oder selbst dicke Rohre und Draht auseinander getrieben werden. Der Blitzschutz in Gebuden sollte daher sowohl gegen hohe Temperaturen als auch gegen Induktionskrfte ausgelegt sein.

Einschlge in menschliche Krper rufen extreme Verbrennungen hervor. Trotzdem kommt es manchmal vor, da getroffene Personen einen Blitzschlag berleben. Das passiert aber blo, wenn der Weg des Blitzes nicht durch die wichtigsten Organe wie Herz oder Gehirn gegangen ist.

Selbst in einiger Entfernung zur eigentlichen Gewitterzelle besteht noch die Gefahr eines Blitzschlages, denn Wolken-Boden-Blitze berbrcken zum Teil Entfernungen von bis zu 20 km. Leider gibt es keine verl癌liche Methode, den Beginn und die Dauer der Gefhrdung festzustellen. Stellt man fest, da ein Gewitter weniger als 3 km entfernt ist, das ist z.B. der Fall, wenn zwischen Blitz und Donner weniger als 10 Sekunden vergehen, dann ist das Gewitter gefhrlich nahe. Es wird selbst von Blitzschlgen aus Nieselregen heraus ohne hr- und sichtbare Gewitter berichtet. Deshalb sollte man sich bei angekndigten Gewittern insbesondere nicht in der Nhe von Metallgegenstnden aufhalten. In exponierten Lagen im Gebirge zhlen dazu auch Drahtseilsicherung und dgl. an Klettersteigen.

Besten Schutz gegen Blitzschlag findet man grundstzlich im Inneren von Unterknfte, die wie ein Faradayscher Kfig wirken, z.B. in

  • Gebuden mit Blitzschutzanlagen,
  • Stahlskelettbauten,
  • Gebuden mit zusammenhngenden Blechwnden und -decken,
  • Fahrzeugen mit Ganzmetallkarosserie wie PKW, Eisenbahnwagen, Omnibussen, Seilbahnwagen.

Eingeschrnkten Schutz findet man z.B.

  • im Inneren von Gebuden, Htten und dgl. ohne Blitzschutzanlage. Sich mglichst in der Raummitte aufhalten, nicht an offenen Fenstern oder Tren. Gas-, Wasser- oder Heizungsrohren sowie elektrischen Einrichtungen nicht berhren;
  • unter Seilbahnen und Liften, aber nicht in der Nhe der Sttzen;
  • unter groen Brcken, aber nicht in der Nhe von Pfeilern oder Fundamenten.

Bei Fehlen solcher Schutzmglichkeiten sind exponierte Standorte, die erfahrungsgem癌 besonders gefhrdet sind, zu meiden, wie z.B.

  • einzeln stehende Bume und Baumgruppen,
  • Metallzune,
  • Berggrate und -gipfel, Hgeln oder Hhenzge,
  • ungeschtzte Aussichtstrme,
  • Waldrnder mit hohen Bumen,
  • ungeschtzte Fahrzeuge wie Fahrrder, Motorrder und dgl.,
  • ungeschtzte Boote und den Aufenthalt im Gewssern und Schwimmbecken. Masten oder Sprungtrme knnen die Gefahr erhhen.

Einen gewissen Schutz erreicht man z.B.

  • in Mulden, Hohlwegen oder in einer Hhle,
  • auf ebenem Gelnde durch Niederkauern.
    Arme am Krper halten, den Kopf einziehen, die F廻e zusammenstellen und sich nicht mit den Hnden absttzen. Eine geschlossene Fustellung vermindert die Gefhrdung durch Schrittspannung. Deshalb auch nicht hinlegen, sondern den Kontaktbereich zum Boden minimieren. Gegenber mglichen Einschlagobjekten mindestens 3 m Abstand halten. Nicht in Gruppen nahe beieinanderstehen, sondern getrennt Schutz suchen.

 

ausrufezeichen_shadow.png

Gefahren fr die Luftfahrt

Gewitter zhlen mit zu den gefhrlichsten Wettererscheinungen in der Luftfahrt. Vereisung, Hagel, Blitzschlag, vor allem aber extreme Turbulenzen sind sowhl fr kleine Flugzeuge, als auch fr groe Verkehrsflugzeuge eine echte Gefahr. Jeder Pilot, ob von einer Cessna 172 oder einem Jumbo-Jet, wird deshalb den Einflug in ein Gewitter unter allen Umstnden vermeiden und es mglichst weitrumig umfliegen. In den sich auftrmenden Cumulonimbuswolken entwickeln sich nmlich gigantische Krfte. Davon bleibt auch die Umgebung nicht verschont. Dabei sind Gewitter im Gegensatz zu den Gefahren von Dunst oder Warmfronten meist klar und deutlich im Auftritt. Da gibt es keine sich allmhlich verschlechternden Sichten und absinkende Untergrenzen in Kombination mit dem unguten Motto: "Bis zum Zielflugplatz ist es ja nicht mehr weit, das wird schon reichen..." So hat der VFR-Pilot die Chance, einem Gewitter entweder weitrumig auszuweichen oder rechtzeitig vorher "abzusitzen".

Fr den Sichtflug sind vor allem zwei Hauptvarianten der Gewitterbildung von Bedeutung: Frontgewitter als Begleiterscheinung einer Kaltfront oder thermische Gewitter an heien Tagen mit entsprechender Labilitt in der Luft. Kaltfronten sind in den Wetterkarten eingezeichet und in den Vorhersagen beschrieben. So kann schon bei der Flugplanung erkannt werden, wann und wo damit zu rechnen ist. Wrmegewitter sind demgegenber ortsgebunden und treten im Gegensatz zu Frontgewittern meist einzeln auf. Sie sind kaum nach Ort und Zeit vorhersagbar. Der Durchmesser eines Wrmegewitters kann leicht 5 - 50 km betragen. Bei entsprechender Flugsicht sind sie aber schon von weitem zu erkennen und deshalb meist gut zu umfliegen. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!

Der beste Rat zu Flgen bei, in oder in der Nhe von Gewittern lautet:

La es sein!

Innerhalb der Gewitterwolken ist stets mit Hagel, Vereisung, Blitzschlag, krftigen Auf- und Abwinden und extrem starker Turbulenzzu rechnen. Auf- und Abwinde knnen in Gewitterwolken eine betrchtliche Strke erreichen. Im Reifestadium eines Gewitters knnen Aufwinde von 2 - 6 Meter/Sekunde (m/s) an der Unterseite und bis zu 20 m/s im Gleichgewichtsniveau auftreten. In Gewittern wurden auch schon Vertikalgeschwindigkeiten von mehr als 50 m/s (!) gemessen. Aber auch auerhalb von Gewitterzellen sind schon entsprechende Scherungsturbulenzen festgestellt worden. Das reicht bis zu einigen tausend Fu darber und bis zu einer seitlichen Entfernung von 30 km. Wie nicht anders zu erwarten, werden die strksten Abwinde im Niederschlagsbereich erreicht. Unterhalb der Basis der Gewitterwolke wurden schon Abwinde von 25 m/s festgestellt. Unterhalb der Wolkenbasis treten deswegen durch die starken Fallwinde heftigste Turbulenzen, Ben und Niederschlge auf, die uerst gefhrlich sind, vor allem fr kleinere Flugzeuge. Diese Fallwinde (engl. Downburst) stellen eine ernste Gefahr dar, da sie eine solche Strke erreichen knnen, da selbst groe Flugzeuge nach unten gedrckt werden. Die Gefahr, da der Pilot die Kontrolle ber sein Flugzeug verliert oder das Flugzeug den auerordentlichen Belastungen nicht standhlt und auseinanderbricht, ist erheblich.

Daher:

Niemals in ein Gewitter eintliegen!

Microburst im Landeanflug

Microburst

Trotz ihrer geringen Gr秤e von nur ca. 4 km horizontal und ihrer geringen Dauer von nur 2 - 5 Minuten knnen Microbursts mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 270 km/h uerst gefhrlich fr die Luftfahrt sein und verhehrende Auswirkungen haben.

  1. Im Anflug auf den Flugplatz folgt das Flugzeug dem Gleitpfad zur Piste.
  2. Der Einflug in den Microburst bewirkt starken Gegenwind, der sich in Form einer hheren Fahrt bemerkbar macht, so da der Auftrieb zunimmt. Das Flugzeug steigt ber den Gleitpfad. Zum Ausgleich nimmt der Pilot die Leistung zurck, um wieder zum Gleitpfad abzusinken.
  3. Sobald das Flugzeug die andere Seite des Microbursts erreicht, verwandelt sich der Gegenwind in Rckenwind. Die Strmung ber den Flchen und damit der Auftrieb wird geringer. Das Flugzeug sinkt rapide unter den Gleitpfad.
  4. Auch wenn der Pilot jetzt volle Leistung setzt und den Steuerknppel drckt, um Fahrt und damit Auftrieb zu erhalten, wenn der Rckenwind nicht aufhrt und das Flugzeug schon in geringer Hhe ist, bleibt nach unten fast kein Raum mehr, um das Flugzeug wieder unter Kontrolle zu bringen. Der Crash kurz vor der Bahn ist dann unausweichlich!

Das kann natrlich auch beim Start passieren. Gert dabei das Flugzeug zuerst in den Gegenwind, gewinnt es schnell zustzlich Auftrieb und kommt vom Boden frei. Setzt dann aber der Fallwind ein mit zustzlicher Rckenwindkomponente, ist es mit der Herrlichkeit vorber. Das Flugzeug sackt durch. Auch hier knnen aufgrund der geringen Hhe keine Gegenmanahmen greifen. Ein hartes Aufsetzen ist noch das geringere bel, was geschehen kann

Fr jeden Piloten kann es daher nur eine Regel geben:

Niemals bei einem sich nhernden Gewitter landen oder starten!

 

Gefahren lauern aber nicht nur innerhalb der Gewitterwolken, sondern auch auerhalb, am Rand und unterhalb. Deshalb darf man niemals versuchen, im Gewitter zu landen und natrlich auch nicht zu starten. Nicht kalkulierbare Turbulenzen, Fallwinde und sich stndig ndernde Windrichtungen lassen keinen sicheren Anflug zu. Die Gefahr, die Kontrolle ber das Flugzeug zu verlieren oder durch Fallwinde auf den Boden gedrckt zu werden, ist viel zu gro. Die einzig richtige Entscheidung ist, auerhalb des Gewitters abzuwarten bis es am Flugplatz vorbeigezogen ist oder sich aufgelst hat.

Aber auch um eine Gewitterwolke herum knnen bis zu einem Abstand von 20 - 30 km starke Turbulenzen auftreten. Normalerweise sinkt in der Umgebung eines Cb die Luft mit 2 m/s oder weniger. Segelflieger kennen diese Erscheinung, indem weitrumig um ein Gewitter herum nur "saufen" anzutreffen ist. Trotzdem wurde im Umkreis um Gewitterzellen auch ber starke Turbulenz berichtet. Die Ursache dafr kann mglichweise sein, da eine Gewitterwolke fr die grorumige Luftstrmung wie ein riesiges Hindernis wirkt. Beim Um- oder berstrmen dieses Hindernisses knnte es zu entsprechend krftigen Verwirbelungen kommen. Insoweit knnten hnliche Vorgnge eine Rolle spielen, wie sie bei Gebirgen beobachtet werden.

Eine nicht minder gefhrliche Erscheinung ist die Benwalze (engl. squall Line). Sie kann sich vor einer labilen aktiven Kaltfront entwickeln und enthlt extremste Turbulenzen und Ben, die 60 kt und mehr betragen knnen. Die Benwalze ist oft durch eine zerfetzt aussehende rotierende Wolke erkennbar.

Auch wenn vielleicht die Flugsicht noch ausreichend und die Wolkenuntergrenze hoch genug erscheint, sollte man sich niemals dazu verleiten lassen, ein Gewitter zu unterfliegen. Pltzlich eintretender heftiger Niederschlag, u.U. mit Hagel und starke Turbulenzen knnen uerst gefhrlich werden. Die Turbulenzen unter einem Gewitter knnen die Belastungsgrenzen des Flugzeugs ohne weiteres berschreiten und damit fatal sein. Sind schon die Turbulenzen unterhalb der Gewitterwolken allein extrem gefhrlich, kann sich die Situation durch heftige Regenschauer oder Hagel weiter verschrfen. Dadurch wird nicht nur die Flugsicht stark eingeschrnkt. Vor allem kann Hagel dem Flugzeug schwere Schden zufgen.
Auf diese Gefahr wird im Kapitel Hagel eingegangen.

Hinzu kommt, da whrend der Schaueraktivitt die Wolkenbasis der Gewitterzellen meist sehr niedrig ist und die erforderliche Sicherheitshhe nicht eingehalten werden kann. Die Kombination all dieser Gefahren erhht die Gefahr der Desorientierung und des Verlusts der Kontrolle ber das Flugzeug.

Daher niemals unter einem Gewitter hindurchfliegen wollen, auch dann nicht, wenn man bis zur anderen Seite sehen kann.

Deshalb:

Niemals ein Gewitter unterfliegen!
Die Kombination von extremer Turbulenz, Windscherung, Starkniederschlag, geringer Wolkenuntergrenze und marginaler Sicht machen den Flug unter einem Gewitter zu einem lebensgefhrlichen Unterfangen!

 

Durch den starken Regen kann auerdem Wasser in das Pitotrohr eindringen und so die Fahrtmesseranzeige verflschen. Nicht zuletzt treten unterhalb von Gewitterwolken groe Druckschwankungen auf. Bei Annherung des Gewitters fllt der Luftdruck sehr rasch und steigt mit Beginn der ersten Ben rasch wieder an. Diese Druckschwankungen verursachen eine sich stndig verndernde Hhenmesseranzeige, die um mehr als 100 ft falsch sein kann.

Einen Hinweis auf die Strke des Gewitters gibt die Anzahl der Blitze. Gegen Blitzschlag bieten Flugzeuge und Hubschrauber in Ganzmetallbauweise einen guten Schutz, wenn sie rundum abgeschlossen sind und Blitzschutzeinrichtungen besitzen, da die Flugzeugzelle wie ein Faradayscher Kfig wirkt. Blitzeinschlge haben daher, bis auf wenige Ausnahmeflle, regelm癌ig keine nachhaltigen Auswirkungen auf die Betriebstauglichkeit heutiger Verkehrsluftfahrzeuge. Blitze und Blitzeinschlge knnen im Flugzeug jedoch magnetische Felder aufbauen und betrchtliche Spannungen induzieren, was zu Strungen bzw. Ausfllen von Funk- und Navigationsanlagen sowie Falschanzeigen des Magnetkompasses fhrt. Im Bereich von Gewittern ist auch stets mit starker statischer Elektrizitt zu rechnen, die sich in Strungen des Funkverkehrs und vor allem in erheblichen Fehlanzeigen der ADF-Anzeige uert. Unter Umstnden knnen Blitzeinschlge auch Materialabschmelzungen an den Einschlagstellen verursachen, was an der Auenhaut des Flugzeuges zu Verformungen fhren kann. Nicht zu unterschtzen ist die psychologische Wirkung von Blitzen, insbesondere von Blitzeinschlag, auf Passagiere und Piloten. Angst, Schock, im schlimmsten Fall auch Panik knnen beim Piloten falsche und damit folgenschwere Reaktionen hervorrufen. Blitze in unmittelbarer Nhe blenden auerdem dermaen stark, da der Pilot vorbergehend nichts mehr sehen kann.

Aufgrund des Einsatzes moderner Verbundwerkstoffe bei Luftfahrzeugen ist der Blitzschutz, insbesondere bei Klein- und Sportluftfahrzeugen bzw. Kunststoffsegelflugzeugen, in der Regel aber nicht vorhanden, weil diese gar nicht oder nur sehr eingeschrnkt leitend sind. Diese Luftfahrzeuge besitzen daher regelm癌ig keinen Blitzschutz. Mit solchem Fluggert sollte man deshalb generell Wolken mit Gefhrdungspotential meiden. Vor allem aber sind diese Flugerte nicht fr den Flug in der Nhe von Gewittern und in den dort auftretenden heftigen Turbulenzen konstruiert. Diese knnen ohne weiteres die zulssigen Lasten berschreiten und so zum Abmontieren des Gerts fhren. Mit Klein- und Sportluftfahrzeugen sollte man deswegen Gewitter stets weitrumig umfliegen.

Hchste Vorsicht ist bei Gewittern im Gebirge angesagt. Sehr schnell knnen Gewittertrme den Flugweg oder den Rckweg versperren - man sitzt in der Falle. Kann man einem Gewitter nicht mehr ausweichen, darf man daher nicht zgern, auf dem nchsten Flugplatz zu landen oder eine Sicherheitslandung auf geeignetem Gelnde durchzufhren.

Allerdings mu ein VFR-Pilot heutzutage nicht mehr von Gewittern berrascht werden. Wer die Wettermeldungen im Funk aufmerksam verfolgt, vor jedem Flug die sowieso obligatorische Wetterberatung einholt, die bei Gewitterlagen herausgegebenen Wetterwarnungen ernst nimmt und whrend des Fluges aufpat, kann die von Gewittern ausgehenden Gefahren regelm癌ig vermeiden.

ausrufezeichen_shadow.png

Einige Hinweise und Verhaltensregeln:

  • Gewitter sind eine der gefhrlichsten Wettererscheinung in der Luftfahrt

  • Mit Gewittern knnen starke Niederschlge, Hagel, extrem starke Turbulenzen, Fallwinde und Blitzschlge auftreten.

  • Der beste Rat zu Flgen bei, in oder in der Nhe von Gewittern lautet: La es sein!
  • Niemals im Gewitter landen oder starten oder, wenn sich das Gewitter nhert.
  • Einzelne Gewitter bei sonst guten Bedingungen stets weitrumig (20 - 30 km Abstand) umfliegen.
  • Niemals unter einer Gewitterwolke durchfliegen, auch wenn die Flugsicht gut ist und das andere Ende der Gewitterwolke zu erkennen ist.
  • Kann einem Gewitter nicht mehr rechtzeitig ausgewichen werden, ist eine Sicherheitslandung auf geeignetem Gelnde das Mittel der Wahl.
  • Unter allen Umstnden ist der Einflug in ein Gewitter zu vermeiden!

 

Home zurck  Seitenanfang weiter

HomeFlugsportJuraFeinstaubber michImpressumDatenschutzSitemap